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Über mich ...

Falls es jemand interessieren sollte, hier ein paar Fakten zu meiner Person und einige Gedanken  über das Fotografieren im Besonderen.


Ich bin ein Augenmensch, damit Voyeur, Beobachter und Dokumentator. Als Konsequenz daraus fotografiere ich. Mal intensiver, mal weniger.

Absoluter Analogverfechter bis zur ersten Digiknipse. Keine Stunden mehr in der Duka, keine Überraschungen mehr über das Ergebnis aus den Printern. Kein ewiger Kampf mit Fusselchen im Strahlengang des Vergrößerers. Die penetrante Geruchsmischung von Entwickler, Stoppbad und Fixierer vermisse ich auch nicht.

Ist das Werkzeug wichtig? Ok, soll schon ordentlich sein - aber Newton konnte auch mit einem 50 Euro Filmvernichter seine unnachahmlichen Fotos machen; WeeGee konnte schon im letzten Jahrhundert fotografieren. Nein, seine Bilder waren nach heutigen Maßstäben technisch eher unvollkommen. Sie waren aber perfekt durch Ihre Menschlichkeit und Ehrlichkeit. Ansel Adams, absolut perfekt mit seiner "Holzkiste" und seinem Zonensystem. Man sollte Chemie oder Physik studiert haben, um sein System wirklich zu verstehen. Faszinierend aber unverständlich, weil kompliziert.

Im Hellen kann ich mit dem Material experimentieren, Photoshop herausfordern - gut, manchmal auch umgekehrt - Freunden CDs brennen und nicht mehr den Papierbildchen nachtrauern. Ich muss keine Kisten oder Tüten mit Bildern schleppen, keiner Vergrößerung nachtrauern, wenn jemand gekleckert hat. Dadurch ist die Fantasie wieder aufgewacht - unbeschwert von der schlechten Luft im Darkroom (haben die Raucher angeblich um sich), unbeschwert vom Thermometer, oxidierendem Entwickler, die Nase frei vom penetranten Geruch des Unterbrecher- und Fixierbades und den ewig nassen Fingern. Nach einem Labortag hatte ich immer diese Waschweiberfinger. Schrumpelig und trocken.

Dafür plagt mich jetzt der Gedanke an die perfekte Datensicherung. Das hat mich bei den Negativordnern nicht interessiert. Woher kommt dieses Phänomen? Von den Negativen hatte ich ja auch nicht drei Kopien an verschiedenen Orten, hatte keine Angst vor Säuren und Bakterien, die sich an der Gelatine gütlich tun und alles auffressen. Vielleicht ist das so etwas wie digitale Panik?

Fotos gibt es von allem - gute und schlechte, aber nie geleckt und superclean. So ist das Leben nicht. Es ist mehr als Sauberkeit, mehr als vermeintliche Idealmaße (wer gibt die eigentlich vor?), mehr als parfümiertes Blümchendasein. Nach Blut, Schweiß und Tränen ist das Leben auch im kleinen Detail herrlich zu Leben und vor allem zu SEHEN!

Nicht immer gelingen mir die Bilder wie ich sie mir vorstelle. Das ist dann die Herausforderung es ein zweites oder ein drittes Mal zu versuchen. So ist auch diese Website entstanden. Aus Neugierde. Wie funktioniert das mit der Programmierung? Was passiert an Reaktionen?